Soweit die Tennisschuhe tragen – Damen 30 sind Vizemeister, und: wie man in einer Saison zur Iglerin wird

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3. Juli 2017

Zum letztes Spiel der diesjährigen Medenrunde ging es für uns nach Kaiserslautern: 

Ich bin nun bereits ein routiniertes Mannschaftsmitglied und habe Lektion 1 meines neuen Damen 30-Teams vollkommen verinnerlicht: Kaffee und Brötchen sind wichtiger als Einspielen! Das bedeutet: sobald wir die Stadtgrenze überquert hatten, galt es die Fenster herunterzukurbeln und Ausschau zu halten. Wer zuerst ein Backwarenschild erspähen oder Kaffeeschwaden riechen konnte, dem war auf der Rückfahrt ein Platz auf dem Beifahrersitz sicher. Doch diesmal war alle Mühe vergebens…

Leicht verstimmt, dafür mit ungewöhnlich viel Zeitpuffer, trafen wir auf der Anlage des Cäsarparks (warum Cäsar, warum Park bleibt weiter ungeklärt) ein, wo uns – dem Himmel sei Dank – ein mehr als entschädigendes Frühstücksbuffet (mit Lachsröllchen!) erwartete.

Lektion 2: Vor den Einzeln erfolgt der so (oder ähnlich) genannte ‚Vorstellungskreis’. Unsere Mannschaftsführerin Konstanze verliest in nun schon mehrfach erprobter Manier die Spielpaarungen – schließlich soll jeder die richtige Gegnerin vor sich haben – ein erstes Kennenlernen, ein (noch) freundliches Zunicken, bei einigen (natürlich nur den anderen!) erste Anzeichen von Nervosität…

Lektion 3 (und nur diese Saison): Kristina verteilt vor dem Match Fragebögen zur Ermittlung unseres ‚Flows’ (was das sein soll, hat uns keiner erklärt, klingt aber gut…), für eine Bachelorarbeit (man hilft wo man kann): Frage 3: Pocht dein Herz? – ich kreuze ‚ziemlich’ an.

Aber alles läuft wunderbar – sicher auch aufgrund des Frühstücks – bärenstark und überlegen gewinnen wir 4 Einzel und zeigen dabei noch einmal all unsere Stärken: Auch ohne viel Schlaf spielt Konstanze (Altstadtfest…) so gut wie fehlerfrei, Kristina strahlt die Rückhand auch übernächtigt ins Feld (Hochzeit…) und kann mühelos einen Sieg einfahren; mir gelingt es ebenfalls den böigen Kaiserslauterner Wind besser zu berechnen als der heimischen Ursula (war das ihr Name?, ich muss in der nächsten Vorstellungsrunde besser aufpassen..) und Sarah setzt unbarmherzig und in steter Erinnerung an die Worte unseres Trainers Grant ‚more Wischen Särah!’ ihre Knallervorhand ein. Nur an Position 1 und 6, die in Kaiserslautern sehr stark besetzt waren, müssen Claudia und Birgit sich geschlagen geben.
In den folgenden Doppeln (auch der Kuchen ist mittlerweile verzehrt) hat das gegnerische Team wenig Chancen – nur im ersten Doppel (Sarah/Amelie) wird es eng (wir wollen die letzten Medenspielminuten voll auskosten…), reicht aber für einen Sieg.

Lektion 4: zum Abschluss gibt’s Bier!
BÄM! ein verdienter 2. Tabellenplatz (Viiiiiizemeister!), ein erfolgreicher Saisonabschluss, ein wunderbares Team – es war ein (Tennis-)Fest!
Für dieses Jahr stellen wir die Medenspiel-Schuhe beiseite, aber ich freue mich jetzt schon auf die nächste Saison und bedanke mich im Namen des ganzen Damen 30-Teams bei allen großen und kleinen Zuschauern (mit und ohne Zauberstab) für die tolle Unterstützung !!

 

Bericht: Amélie