Damen I: Solides Ding in Koblenz

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2. Juli 2016

Ungefähr Halbzeit in der Saison der Damen 1 – sofern man die 7 Spiele durch zwei teilen möchte. Im fünften Spiel der Saison fahren die Damen 1 einen soliden Sieg gegen eine deutlich geschwächte Mannschaft aus Koblenz ein.

Der Spieltag begann mit dem traditionellen ersten Stop an der Tankstelle beim McFit in Trier, wo sich die Spielerinnen des TVGG Igel tatkräftig mit Kaffee, Süßspeisen und Snacks eindeckten, um die Qual der frühen Morgenstunden ein wenig erträglicher zu machen. An diesem Wochenende waren die Damen nicht die einzigen mit dieser grandiosen Idee und so gab es bereits um 7:30 Uhr das erste Zusammentreffen zweier Igeler Mannschaften: Die Herren 30 waren auf die gleiche Idee gekommen, auch wenn sich ihre Einkäufe nicht ganz mit denen der Damenmannschaft deckten…

Nach einer wie immer ausgelassenen Fahrt bei gewohnt durchwachsener Musikauswahl, trafen die Damen 1 auf der Anlage des TC Oberwerth ein. Man munkelte schon zuvor, dass das Team aus Koblenz an diesem Tag nicht in voller Besetzung antreten könne. Dennoch sollen hier ein paar Punkte aufgeführt werden an denen solche Umstände auch schon vor Ausfüllen des Spielberichts erkannt werden können.

7 Anzeichen, dass die gegnerische Mannschaft geschwächt auftritt und sich an diesem Tag nicht viel ausgerechnet hat (oder im absurdesten Fall zu selbstsicher ist und nie verliert):

  1. Bei der Ankunft auf der gegnerischen Anlage, gibt es noch kein Anzeichen der gegnerischen Mannschaft (zugegeben, passiert uns gewissenhaften Iglerinnen des öfteren), sodass in brenzlichen Situationen stattdessen die Herrenteams nach den Toiletten gefragt werden müssen
  2. Die gegnerische Mannschaft trifft erst um 20 vor 10 auf der Anlage ein
  3. Die gegnerische Mannschaft sieht keinen Grund darin, sich einzuspielen
  4. Die Spielerinnen der gegnerischen Mannschaft müssen sich erst noch einander vorstellen
  5. mindestens eine Spielerin trägt eine Bandage am Fuß
  6. Ein langes Einspielen vor manchen Matches scheint kaum notwendig
  7. Der Großteil der gegnerischen Mannschaft ist schon vor dem Essen verschwunden

Um das ganze zusammenzufassen, hatte der TC Koblenz leider das Pech, dass ihnen 8 Stammspielerinnen fehlten, sodass sie nur an Position 1 und 2 mit üblichen Verdächtigen antreten konnten. An Position 3 und 4 standen zwar bekannte Gesichter, doch bei den Koblenzern kam zum Pech auch noch Unglück und beide Spielerinnen mussten ihr Match aufgrund von Verletzungen aufgeben. So blieb es im Einzel ein kurzes Vergnügen für Valerie Prosperi und Lea Janke. An 5 und 6 traten zwei Frischlinge des Tennisbusiness an, die sich gegen Elena Zizmann (6:0 6:1) und Johanna Kunze (6:0 6:0) dennoch wacker hielten und sich einige schöne Ballwechsel erkämpften. An 1 und 2 gestaltete sich das ganze etwas schwieriger. Tatiana Silbereisen traf an Position 1 auf eine sehr stark spielende, mit ihren 31 Jahren natürlich erfahrene, junge Mutter, die in ihren Kniestrümpfen gefährlich professionell aussah. Es entwickelte sich ein spannendes und sehr schön anzusehendes Match, das unsere spielstarke Tatiana mit 6:1 6:4 für sich entscheiden konnte. Schade für ihre Gegnerin, der somit sehr knapp eine verlockenden Belohnung entging. Auf dem Nebenplatz gewann Debbie Plein den ersten Satz zunächst souverän mit 6:3. Im zweiten Satz drehte ihre junge Gegnerin allerdings auf und schaffte es die Quote ihrer vermeintlichen Fehler deutlich zu reduzieren, während ihre Lichtgeschwindigkeits-Schläge nicht minder schnell blieben. Trotz einiger Matchbälle beim 5:4 konnte sich Debbie den Satz nicht sichern und musste ihn mit 5:7 abgeben. Im Matchtiebreak entwickelte sich ein spannendes Hin und Her, das von dem unangenehmen Wind erschwert wurde. Am Ende konnte die junge Gegnerin aus Koblenz an diesem Tag besser mit den Umständen umgehen und gewann beherzt mit 10:7.

Da dem TC Koblenz auch im Doppel zwei Spielerinnen fehlten, war an diesem Punkt der nächste Sieg für den TVGG Igel eingefahren. So konnten sich Elena Zizmann und Debbie Plein eine verdiente Pause gönnen und die Doppelpartien zusammen mit den angereisten Fans (aka Eltern) von Außen begutachten. Während Valerie Prosperi und Lea Janke das zweite Doppel mit 6:1 6:1 gewinnen konnten, entwickelte sich nebenan im „Einser-Doppel“ ein spannendes Match. Die ungewohnte Konstellation in diesem Doppel schuf ein wenig Verunsicherung im sonst sehr souveränen Doppelgespann um Tatiana Silbereisen und Johanna Kunze. Die starke Nummer 1 der Gegnerinnen hatte sich mit der frischen Neueinsteigerin zusammengetan. Diese hatte zwar gerade erst wieder mit dem Tennisspielen angefangen, aber nahm sich dennoch dem mutigen Serve-and-Volley Spiel an und brachte so Bewegung in die Partie. Nach einem 4:6 im ersten Satz, spielte sich das Dreamteam mit einem 6:3 zurück ins Match und konnte letztendlich doch den Sieg im Matchtiebreak einfahren (10:6).

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Anschließend wurde das gute Wetter zum Grillen genutzt und vor allem die fabulös gewürzten Pommes sorgten für einen guten Hunger. Ein wenig schade war es, dass der Großteil der gegnerischen Mannschaft schon vor dem Essen verschwunden war und wir den Spieltag nur zusammen mit den beiden Ersatzspielerinnen ausklingen lassen konnten. Diese entpuppten sich dafür als sehr entspannte und sympathische Gesellschaft. Wir möchten uns natürlich bei unseren Gegnerinnen für einen fairen und ehrlichen Spieltag bedanken und haben sowohl Respekt vor der Mannschaft, die letztendlich an diesem Tag angetreten ist, als auch vor der Stamm-Mannschaft, die uns sicher einen harten Kampf geliefert hätte! Ein weiterer Dank gilt den angereisten Eltern Norbeard, Mieke und Bernie für ihre Unterstützung.

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Wir freuen uns auf das nächste Spiel gegen den TSV Hassloch – endlich wieder ein Heimspiel.

Bericht: Lea